27.05.2026: San Juan de Ortega - Burgos (26,3 km)
Welch eine Ruhe hier herrscht. Nachdem das Nachbarzimmer mit Geräuschkulisse schon vor 6:00 Uhr geräumt war, beginnen Jörg und ich ebenfalls mit den Vorbereitungen. Ich bin allerdings mit den Gedanken schon drei Wochen weiter in Santiago. Wir haben gestern Abend festgestellt, dass zum geplanten Eintreffen kaum Unterkünfte zur Verfügung stehen. Unser bevorzugtes Haus, das Seminario Menor ist komplett nicht buchbar. Bevor wir losziehen gibt es noch einen Café con leche und ein süßes Teilchen. Um 7:30 Uhr starten wir - für unsere Verhältnisse spät. Auf einer einsamen Straße sind wir völlig alleine in die ersten anderen Pilger werden wir erst kurz vor Burgos treffen.
Wir durchlaufen das Dorf Santovenia de Oca und treffen danach auf unsere ständige Begleitung: die N120, eine stark befahrene Straße, auf der unzählige LKW mit hoher Geschwindigkeit vorbeifahren. Wir laufen zum Glück nebenan auf einem Schotterweg. Nach circa 10 Kilometern finden wir in Ibeas de Juarros eine geöffnete Bar und nehmen ein Frühstück ein. In der Zwischenzeit ist es mir gelungen, in Santiago in der Herberge mundoalbergue drei Übernachtungen zu buchen und im Seminario eine. Das Problem war der 18. Juni, da scheint in Santiago alles dicht zu sein.
Wir laufen weiterhin entlang der N120, müssen dann aber auf eine Alternative umsteigen, da wegen einer Baustelle eine Sperrung des Weges vorliegt. Letztendlich geraten wir bei der Rückkehr auf den eigentlichen Weg trotzdem in die Baustelle. Da dort nicht gearbeitet wird, marschieren wir einfach durch und erreichen bald den südlichen Zipfel des Flughafens. Nun sind es noch knapp fünf Kilometer bis zu unserer Unterkunft und jetzt tauchen auch wieder andere Pilger auf, die im Gegensatz zu uns den Hauptweg gewählt haben. Die Route führt schattig entlang des Rio Arlanzón, am Ende endlos auf einer Promenade in Richtung Zentrum von Burgos. Ein paar Ecken weiter und wir sind um circa 13:30 Uhr am Ziel.
Wir beziehen unser Domizil für diese Nacht. Das ist Zimmer ist für zehn Personen ausgelegt, doch außer uns haben noch je ein Australier und ein Amerikaner hier ein Bett. Kurz darauf melden sich Marion und Uwe, die wir nach der Wäsche an der Kathedrale treffen. Die beiden gehen mit Jörg auf einen Drink in eine Bar und bestaune in der nächsten Dreiviertelstunde die Kathedrale von Burgos im Schnelldurchlauf. Später verabreden wir uns noch zum Abendessen.






















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen