Montag, 15. Juni 2026

Und noch eine Pause…

15.06.2026: O Calle - Lavacolla (21,1 km)


Allmählich kommen wir zum Abschluss des Camino Frances, heute ist der vorletzte Tag, an dem wir Schuhe, Socken und Waden mit Staub verhüllen. Start ist wie immer gegen 6:00 Uhr, da wird sich auch nichts mehr dran ändern. Obwohl wir gestern kein Abendessen hatten, gehen wir nicht auf dem Zahnfleisch, wünschen uns aber gerne zeitnah eine Möglichkeit zum frühstücken. Die bietet sich - nachdem wir an einigen noch nicht geöffneten Bars vorbeigekommen sind - nach einer Stunde in A Salceda. Ein Kaffee und ein Teilchen müssen zu der frühen Zeit erst einmal reichen. 


Auch heute durchlaufen wir zumeist schattige Wälder und eher weniger an Straßen entlang. Es ist etwas bedeckt, aber angenehm von der Temperatur her. Da unsere Unterkunft in Lavacolla erst um 14:00 Uhr öffnet, haben wir reichlich Zeit. Wir sind auch schon in den vergangenen Tagen etwas langsamer unterwegs, was aber vor allem daran liegt, dass das Profil sehr wellig ist. So fällt die Entscheidung leicht, in O Podrouza gegen 9:00 Uhr eine weitere Unterbrechung einzulegen. Bis hierher haben wir ja auch schon 12 Kilometer zurückgelegt. Diese Pause nutzen wir, um etwas mehr gegen den Hunger zu machen und so dauert es eine Dreiviertelstunde, bis es weitergeht.


Während wir draußen sitzen, kommen ein paar mehr Pilger vorbei, als wir heute bisher gesehen hatten. Dennoch hätten wir mit einem deutlich größeren Pilgerstrom gerechnet. Auffällig ist jedoch, dass wir davon niemanden kennen. Dafür sind die meisten, die mit uns in den Camino Frances eingestiegen sind, aus unserem Umfeld verschwunden. Auffällig ist auch, dass fast alle nur einen kleinen Tagesrucksack dabei haben. Dass ältere Pilger von dem Rucksacktransport Gebrauch machen, kann ich nachvollziehen. Aber auch viele Jüngere bleiben in der Komfortzone, anstatt die wertvolle Erfahrung zu machen, mit wenig auszukommen und das wenige auch selbst mit sich zu führen. Verwundert haben wir in den letzten Wochen die großen Koffer in den Unterkünften gesehen, die auf Abholung gewartet haben. Solche Koffer nehme ich auf eine Urlaubsreise mit und nicht auf einen Pilgerweg.


Die Sonne hat sich jetzt doch durchgesetzt und die Wärme ist deutlich spürbar. Glücklicherweise spenden die ausgedehnten Wälder reichlich Schatten, sodass es uns nicht zu warm wird. Wir haben jetzt 15 Kilometer auf dem Tacho und erreichen die schön gelegene Bar Kilómetro 15. Ab hier sind es noch 15 Kilometer bis Santiago und es ist ein Grund, irgendwie Zeit zu schinden. Also lassen wir uns dort nieder und treffen dort auf Louis aus Leipzig, der vom Camino del Norte gekommen ist. Kurz darauf vernehmen wir ein bekanntes Lachen - es ist Henrietha. Sie wird von Marc aus Idaho begleitet und sie setzen sich zu uns. Sie hat heute kein Gepäck dabei, weil sie 45 Kilometer bis Santiago laufen will - Respekt. Aus der kurzen Pause wird wird nichts, es gibt einiges zu erzählen.


Nach wieder einer Dreiviertelstunde machen wir uns auf den Weg. Es geht noch einmal aufwärts zum Flughafen, der erst vor kurzem eine neue Startbahn erhalten hat. Nach der Umrundung des Geländes startet gerade ein Flieger in den Himmel. Nachdem wir vom Flughafen nach rechts abgebogen sind, erreichen wir San Paio. Es hilft nichts, wir müssen erneut anhalten - von einem Tisch winken und Henrietha und Marc zu, daneben sitzt ein Pilger aus Taiwan. Auch diese vierte Pause dauert wieder eine Dreiviertelstunde. Gefühlt haben wir heute länger pausiert als gelaufen. Aber das gehört dazu. Zu unserem asiatischen Pilger gesellt sich noch Joseph, ein älterer italienischer Pilger. Die beiden sind bei Schneefall über die Pyrenäen gezogen und haben sich seitdem nur selten gesehen. Camino-Geschichten halt.


Jetzt sind es nur noch zwei Kilometer bis Lavacolla, das wir um 13:30 Uhr erreichen. Gut getimt, halbe Stunde warten und zugewiesenes Bett vereinnahmen. Duschen, waschen, ausruhen. Inzwischen bekamen wir auch Nachricht von Marion und Uwe. Die beiden bleiben heute in dem Örtchen unserer ersten Rast am Morgen. Außerdem ist noch ein Laufkamerad von mir auf dem Camino Ingles unterwegs und wird wie die beiden am Mittwoch in Santiago eintreffen. 













Sonntag, 14. Juni 2026

Pulpo, Empanada y Baño

14.06.2026: O Coto - O Calle (28,1 km)


Gestern Abend gab es noch ein kurzes Gewitter mit etwas Niederschlag, das uns aber weniger gestört hat. Dafür ist die Luft heute Morgen frisch, obwohl es schon recht warm ist. Wir sind wiederum früh auf den Beinen und bleiben unserer Tradition treu, den frühen Vogel zu finden. Der ist auch schon da, und zwar zahlreich. Begrüßt werden wir mit einem netten Konzert in der Dämmerung. Ansonsten sind wir ziemlich alleine auf dem Camino, keine andere Pilgerseele ist zu sehen. Bald erreichen wir Melide, wo auch nur wenige Menschen so früh anzutreffen sind. Nur ein paar Jugendliche scheint die Nacht übrig gelassen zu haben.


Die Kilometrierung des Camino Frances ist in der jüngeren Vergangenheit verändert worden, deshalb stimmen frühere Entfernungsangaben nicht mehr überein. Bestes Beispiel: an der Igrexa Santa Maria de Melide waren es vor acht Jahren bei meinem Camiño Primitivo noch 50 Kilometer. Dort gibt es immer noch einen Souvenirladen mit Namen Km50, wo man einen entsprechenden Stempel bekommt - leider sonntags geschlossen. Unser Weg führt uns jetzt durch Eukalyptuswälder. Die Bäume stehen dort in Reih und Glied wie mit dem Lineal gezogen. Je nachdem, wie der Wind steht, zieht einem ein leichter Duft Eukalyptus in die Nase. Hinter einem Bach, den man über große Steinplatten überquert, befindet sich nun Kilometer 50, allerdings ohne besondere Markierung.


Ein anderes Problem stellt sich aber: bisher konnten wir keine offene Bar für ein Frühstück finden. Das glückt uns erst nach 12 Kilometern in Boente um 8:45 Uhr. Hier sind auch wesentlich mehr andere Pilger unterwegs. Nach einem riesigen Boccadillo und einer ausgiebigen Pause von einer Dreiviertelstunde geht es weiter. Straße und Waldwege, Sonne und Schatten wechseln sich ab. Bereits eine gute Stunde später wird die nächste Rast fällig. Ziel ist die Bar Manuel. Hier ist zweite Station der Pilgerrituale, hier gibt es die hausgemachte Empanada mit Thunfischfüllung. Und nur wenige Schritte weiter in Ribadiso steht Teil 3 an: das Bad im Rio Iso, einem kleinen Bach an einer Brücke. Für unsere Füsse ist das eine willkommene Abwechslung und Erholung. Nach dem Bad im kühlen Wasser passen sie nämlich wieder besser in die Schuhe rein.


Der Wegverlauf ist abwechslungsreich, mal rauf und ma wieder runter. Höhenmeter werden heute wieder ordentlich eingesammelt. Wir erreichen mit Arzúa wieder eine größere Stadt und überall sieht Pilgerscharen. Vor der öffentlichen Herberge sitzen einige mit ihren Rucksäcken und warten auf die Öffnung, das wird aber noch eine Weile dauern. Inzwischen fallen vereinzelt ein paar Tropfen vom Himmel, der etwas dunkler geworden ist. Außerdem ist es leicht schwül geworden. 


Hinter Arzúa sind wir wieder ziemlich alleine in den Eukalyptuswäldern unterwegs. Immer wieder ärgern uns die kurzen und knackigen  Anstiege. In der Zwischenzeit haben wir 25 Kilometer hinter uns, als wir mitten im Wald eine weitere Bar ansteuern. Hier in Taberna Vella wollten wir eigentlich übernachten, aber meine Anfrage vor vielen Wochen blieb leider unbeantwortet. Jedenfalls schaffen wir das verbleibende Wegstück ohne Probleme und stehen um 14:00 Uhr vor unserer Unterkunft in Calle. Wir haben heute erneut ein Zimmer für uns. Was wir nicht haben, ist ein Abendessen. Die Möglichkeiten sind hier sehr überschaubar. Eine Herberge mit der Möglichkeit ist geschlossen und eine weitere Unterkunft kümmert sich wohl nur um die eigenen Gäste. Ist halt so. Ein Automat in unserem Haus liefert jedenfalls Getränke und kleine Snacks. Dann suchen wir morgen schnellstmöglich eine Bar für ein üppiges Frühstück auf.


















Samstag, 13. Juni 2026

Pilgerbräune versus Pilgerdreck

13.06.2026: Gonzar - O Coto (25,8 km)


Es ist einfach schön, morgens entspannt seine Siebensachen zu packen, Sonnencreme und Hirschtalg aufzutragen, ohne von anderen Menschen dabei gestört zu werden oder andere selbst zu stören. Kurzum: 6:00 Uhr Abmarsch, wie immer. Draußen ist es heute im Vergleich zu den letzten Tag richtig warm. Allerdings wechselt die gefühlte Temperatur des leichten Windes alle paar Schritte zwischen angenehm kühl und trockenem warm. Zudem geht es zu Beginn des Tages bergauf, rund 200 Höhenmeter sind zu überwinden. Mal laufen wir wieder entlang einer Straße, mal durch Dörfer und Wald. Auf einer Anhöhe hat man einen schönen Weitblick nach Osten, wo sich allmählich die Sonne an den Himmel heranpirscht. 


Wir ziehen weiter, wollen heute der angekündigten Hitze entfliehen, ohne das Tempo extrem zu erhöhen. Im 7:45 Uhr ist es Zeit für das Frühstück, das wir in einer Bar in A Previsa einnehmen, das nur aus einem Anwesen und einer Bar besteht. Mehr als dreißig Minuten geben wir uns dafür nicht. Danach geht es ständig rauf und runter, und um uns herum sind so gut wie keine anderen Pilger zu sehen. Damit hätten wir jetzt nicht gerechnet, gerade auf den letzten 100 Kilometern nicht. Aber uns ist das so recht, wie es ist. In Palas de Rei hoffen wir auf eine geöffnete Bar, denn es steht weitere kurze Pause an. Die Igrexa San Tirso ist geöffnet und lädt zu Pilgerstempel und Kerze ein, nach einer Möglichkeit, etwas für den Flüssigkeitshaushalt zu tun, suchen wir vergebens. Dann ziehen wir eben weiter, hinter fünf Jugendlichen her.


Erst nach fast 21 Kilometern werden wir belohnt. Gegen 11:00 Uhr sind wir schon richtig weit gekommen und finden in San Xulián do Camiño eine schattige Sitzmöglichkeit und lassen uns zwei große Radler plus Kuchen schmecken. Wahrscheinlich war das genauso gewollt, denn kurz darauf erscheint Henrietha, die Südafrikanerin. Sie setzt sich zu uns und wir haben eine tolle Unterhaltung. Die Pause dauert somit deutlich länger wie gedacht, aber das spielt heute keine große Rolle. Wir haben Zeit, es ist noch ungefähr eine Stunde zu gehen und unsere Unterkunft öffnet erst um 14:30 Uhr.


Der Camino führt uns jetzt bei steigenden Temperaturen öfters durch Hohlwege auf- und abwärts, die aber zum Glück viel Schatten spenden. In Casanova passieren wir die öffentliche Herberge, vor der es sich eine größere Schülergruppe auf den eigenen Rucksäcken bequem gemacht hat. Sie warten auf die Öffnung des Hauses. Da die Kapazität nur vierzehn Betten umfasst, dürften weitere Pilger Schwierigkeiten haben, hier noch ein Bett zu bekommen. Gegen 13:00 Uhr sind wir in O Collo, viel zu früh. Nicht zu früh für ein Getränk und einen tropischen Salat. Kurz darauf gesellt sich noch Henrietha zu uns, zieht dann aber weiter. Sie möchte gerne am Montag in Santiago ankommen. Wir dürfen schon etwas früher in unser Zimmer, das eigentlich gar nicht unser Zimmer ist. Da das Haus heute nicht ausgebucht ist, bekommen wir anstatt dem wärmeren im Dachgeschoss eins im Erdgeschoss zum gleichen Preis.


Dann wird es Zeit, dass wir uns frisch machen. Die Waden oberhalb der Socken und Schuhe sind mit einer dunklen Staubschicht bedeckt. Man kann gar nicht unterscheiden, was ist Dreck und was ist Bräune. Erst unter der Dusche erkennt man den Unterschied, wenn der Dreck sich langsam von der Haut löst und davonschwimmt und eine angenehme Bräune zum Vorschein kommt.


Heute wird es kein Pilgermenü geben (mal davon abgesehen, dass gar keins angeboten wird). Wir beginnen heute mit dem Pilgerritual, das auf einem großen Transparent beworben wurde. Der erste Step ist das Verzehren einer Portion Pulpo in Melide, das wir allerdings erst morgen erreichen werden. Da aber O Coto zur Gemeinde Melide gehört, wäre diese Bedingung erfüllt.


















Freitag, 12. Juni 2026

Fünfmal über den Rio Miño

12.06.2026: Vileil - Gonzar (26,8 km)


Ich sitze vor unserem Zimmer auf einer Bank, bin vorbereitet für den Tag und warte auf Jörg. Es ist viertel vor sechs und der Himmel am Horizont beginnt, allmählich rötlich-orangene Farbtöne anzunehmen. Direkt vor mir ist der abnehmende Mond zu sehen und auf einmal rast mit hoher Geschwindigkeit ein greller Lichtpunkt darunter vorbei. Das ist aber ein schnelles Flugzeug, war mein erster Gedanke. Aber dann erkenne ich, dass der Lichtpunkt in kleine Stücke zerfällt und dann in plötzlich erlischt. Was war das? Ein Meteor mit Schweif? Weltraumschrott, der in der Atmosphäre verglüht? Wer weiß, es war jedenfalls schön anzusehen. Wir laufen jedenfalls wieder pünktlich los und in die Dämmerung hinein. Es gejähr zunächst über  eine wenig befahrene Straße, die übersät ist mit den Exkrementen der Rinder, die hier von einer Weide zur anderen getrieben werden. Es riecht jedenfalls nach „frischer Landluft“, nach Freiheit und Abenteuer. Im Wechsel durchlaufen wie auch Wälder und holen unseren ersten Stempel für heute aus einem Kasten vor einer noch geschlossenen Bar.


Gegen 8:00 Uhr legen wir in Morgade unsere Frühstückspause ein - es ist die erste geöffnete Bar. Die haben auch Marion und Uwe aufgesucht, die uns hier mit ihrer Anwesenheit überraschen. Eigentlich war ihr Plan, wie wir bis Gonzar zu gehen, aber sie haben noch keine Antwort auf ihren Anfrage erhalten. Weiter geht auf dem Camino und die Zahlen auf den Monolithen werden immer kleiner. Das bedeutet auch, dass sich die Pilgerreise allmählich dem Ende zuneigt. Daran wollen wir gar nicht denken. In A Peña treffen wir auf einen sehr wichtigen Monolithen, denn darauf ist die Zahl 100 eingeprägt. Nur noch 100 Kilometer bis Santiago de Compostela. Ich habe mal nachgeschaut, seit meinem ersten Schritt auf einem Jakobsweg am 08.10.2008 bin ich bis hierher rund 2400 Kilometer gelaufen. 


Wir laufen weiter, fressen Kilometer und kommen gut voran. Allerdings ist das Tempo inzwischen etwas langsamer geworden. Es liegt sicherlich nicht am Höhenprofil. Ich denke einfach mal, dass man sich noch nicht so richtig damit anfreunden kann, dass in ein paar Tagen alles vorbei ist. Gedankenverloren ziehen wir weiter, bis wir in Vilachá eine geöffnete Bar finden, die mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten im Innenhof zum Verweilen einlädt. 16,5 Kilometer stehen auf dem Tacho - Zeit für Pause Nummer 2. Es ist jetzt nicht mehr weit bis Portomarín. Zunächst geht es steil abwärts über Naturstufen im Fels, die sehr ungleichmäßig angeordnet sind. Am Ende sind wir am Ufer des aufgestauten Rio Miño, den ich hier in Portomarín bereits an der dritten Stelle überquere. Der Fluss bildet  weiter westlich die Grenze zwischen Portugal und Spanien. Schon je zweimal bin ich von Caminha per Boot übergesetzt bzw. zu Fuß über die Ponte de Europa von Valença nach Tui gelaufen. Bevor wir die Brücke überqueren, wird die davor befindliche Freiheitsglocke geläutet. Der Fluss selbst muss ein Paradies für Angler sein, denn es sind von der Brücke viele Fische in allen Größen zu sehen. Das „alte“ Portomarín verschwand in den 1950er/1960er-Jahre mit dem Bau des Belesar-Staudamms. Nur wenige historische Gebäude wurden gerettet, Stein für Stein abgetragen und im „neuen“ Ortszentrum wieder aufgebaut.


Während wir uns ein Eis kaufen - die Anzeige einer Apotheke zeigt inzwischen 25 Grad - bekomme ich von Uwe die Nachricht, dass die Unterkunft in Gonzar completo ist und die beiden in Portomarín bleiben würden. Jörg und ich wählen eine alternative Route, die tatsächlich etwas kürzer ist als die Hauptroute, uns auch nach Gonzar bringt und etwas schattiger sein soll. Es geht auf weichem Waldboden aufwärts und auf dem Boden liegende Blätter verraten, dass am Wegesrand erste Eukalyptusbäume stehen. Für uns verwunderlich ist, dass wir immer noch sehr wenige andere Pilger um uns herum haben. Das ist uns aber auch so völlig ausreichend. Schließlich erreichen wir die Hosteria de Gonzar gegen 13:35 Uhr, müssen aber noch etwas warten bis wir aufgenommen werden.


Beim CheckIn gibt es ein erstes Problem, das aber schnell gelöst wird. Auf der Liste steht nur mein Name, aber mit der Mail kann ich nachweisen, dass ich ein Doppelzimmer reserviert hatte. Das klappt dann auch und das ist auch gut so. Wir müssen auf niemanden Rücksicht nehmen. Nach dem Duschen wird gewaschen - heute mal im Waschbecken. Da wir beide sehr hungrig sind, wollen wir zumindest eine Kleinigkeit essen, Maccaroni und eine Schinkenplatte mit Käse. Dabei stürmt die quirlige Henriette aus Südafrika mit zwei weiteren Pilgern herein. Wir haben uns schon öfter in Herbergen und auf Camino gesehen und ein wenig unterhalten. Nach dem Snack ruhen wir uns etwa aus bevor es am Abend noch ein Pilgermenü gibt.