Mittwoch, 10. Juni 2026

Ruckzuck nach Galicien

10.02.2026: La Laguna de Castilla - Triacastela (23,5 km)


Ein eigenes Zimmer hat schon seine Vorteile, man wird nicht von anderen Pilgern gestört und hat einen guten Schlaf. Wir halten aber dennoch an unseren Gewohnheiten fest und stehen früh auf. Die Vorbereitung auf den Tag dauert eine gute Stunde: Toilette, Zähne putzen, Sonnenschutz auftragen, Füße mit Hirschtalg eincremen, Rucksack verpacken und Schuhe anziehen. Kurz nach 6:00 Uhr stehen wir vor der Herberge und müssen uns noch an die schummrige Umgebung gewöhnen. Vor uns sehen wir schon einige kleine helle Punkte, die sich am Horizont schräg aufwärts bewegen - Pilger mit Taschen- oder Stirnlampe. Wir bekommen das auch ohne Hilfsmittel hin. Es geht tatsächlich zunächst wieder aufwärts. Vor uns sehen wir zwei Leute, die gespannt Ausschau nach der aufgehenden Sonne halten. Auch Volker ist dabei und ruft uns einen guten Morgen zu. Nur wenige Schritte dahinter erreichen wir ein Monument mit den Wappen von Kastilien-León und Galicien. Wir stehen zum letzten Mal bei unserer Pilgerwanderung an einer Grenze zwei Regionen. Nur einen Schritt weiter und wir sind in Galicien - ein Meilenstein. 


Und wieder dauert es nicht lange, bis wir dort in den ersten Ort einlaufen. O Cebreiro ist ein idyllischen Dörfchen mit seinen Natursteinhäusern. Sehenswert sind auch die runden Pallozas mit ihren Strohdächern. Da wir sehr früh dran sind, sind nur ein paar Pilger auf der Straße, die wie wir früh loslaufen. Den höchsten Punkt für heute haben wir aber noch nicht gesehen, es geht nun ständig auf und ab. Zunächst müssen wir über den Alto de San Roque (1279 m) mit seiner Pilgerfigur, vor der sich viele Pilger versammelt haben, um ein Foto zu machen. Die Uhr zeigt in Hospital da Condesa acht Kilometer. Genau nach unserer Vorstellung ist hier eine Bar, in der wir ein kleines Frühstück einnehmen. Wir sind nicht die einzigen, man kennt sich inzwischen. Danach geht es noch immer aufwärts. Hinter Padornelo taucht plötzlich eine richtig steile Wand vor uns auf, der letzte Anstieg zum 1335 Meter hohen Alto de Poio. Es ist immer noch kalt und hier oben weht ein noch kühlerer Wind. 


Wir kommen gut voran, sind schon bald in Fronfría, wo wir eigentlich ein weiteres Päuschen einlegen wollen. Wir müssen allerdings bis zum letzten Haus im Dorf gehen, bis eine geöffnete Bar sichtbar wird. Neben einer Herberge und einem Bauernhof gibt es aber auch nicht viel. Erst als wir wieder weitergehen wollen, wird es interessant. Gegenüber der Bar steht ein Monolith, wie er früher zur Markierung des Caminos verwendet wurde. Den schaue ich mir aus der Nähe an und muss gleichzeitig sehen, wie Jörg von einer kleinen Gruppe von Rindern auf die Seite gedrängt wird. 


Es geht nun ständig abwärts, wir verlieren heute etwas über 900 Höhenmeter. Zum Glück passiert das überwiegend sanft und gelenkschonend. Wir haben um 11:40 Uhr in Fillobal bereits zwanzig Kilometer auf dem Tacho und passieren eine weitere Bar, deren Aussenbereich sehr ansprechend wirkt. Wir haben Zeit. kehren ein und werden sogleich von DJ Yann und seinem Begleiter begrüßt. Die beiden nehmen anscheinend jede Pausenmöglichkeit mit. Der Rucksack von Yann ist sehr klein, und auf Nachfrage gibt er das Gewicht mit 4,5 Kilogramm an. Respekt. Erst als alle Stühle nicht mehr besetzt sind, machen wir uns auch wieder auf den Weg. Einige Pilger sind uns bisher noch nicht begegnet und es werden anscheinend auch mehr. 


Wir verlieren durch schattige Hohlwege weiterhin an Höhe. Eine Menschentraube versammelt sich in Ramil. Dort ist eine 800 Jahre alte Kastanie zu bewundern, die einen sehr interessanten Wuchs vorzuweisen hat mit einer Stammesbreite von acht Metern. Nun sind es nur noch ein paar Minuten bis zu unserer Unterkunft mitten in Triacastela, einem kleinen Ort mit gerade einmal 600 Einwohnern. Als ich mir die Socken ausziehe, merke ich, dass die Blase am linken Fuß dem Druck beim Bergablaufen nicht gewachsen war und aufgegangen ist. Ich werde sie jetzt erstmal trocken legen und anschließend mit einem Pflaster schützen. 















Dienstag, 9. Juni 2026

Menschen auf dem Camino

09.05.2026: Villafranca del Camino - La Laguna de Castilla (26,7 km)


Überall wird die bevorstehende Etappen als die Konigsetappe bezeichnet. Grund dafür sind der heftige Anstieg auf den letzten fünf Kilometern. Dich dazu später. Wir wollten aufgrund des Höhenprofils etwas früher auf den Camino gehen, was wir auch fast geschafft haben. Immerhin stehen wir um 5:50 Uhr auf der Straße vor unserer Unterkunft und gehen durch die beleuchtete Gasse. Über eine mittelalterliche Brücke über den Rio Burbia (wieso halten die hier eigentlich alle so lange) verlassen wir Villafranca del Camino. Einen Pilgerstempel können wir in unserem Credencial allerdings nicht nachweisen, hoffentlich fällt das nächste Woche im Pilgerbüro nicht auf. Vor uns läuft Knickfuss, ein Asiate, der mit seinen viel zu weichen Schuhen vor allem mit rechts schmerzhalft nach innen abknickt, mit einer Taschenlampe und einem Umhängebeutel. Wir laufen auf oder neben der N-VI leicht aufwärts gehend. Begleitet werden wir übrigens den ganzen Tag von zu Beginn breiten, mit zunehmender Dauer schmaleren Rio Valcarce. 


Eine erste Pause legen wir in einer Bar in Pereje ein, wo es allerdings nur einen Kaffee und einen Snack gibt. Wir sind bis hierhin rund fünf Kilometer gelaufen. Inzwischen haben wir mit der der Autobahn in Richtung La Coruña oder Madrid eine weitere ständige Begleitung gefunden. Mehrere Male unterqueren wir diese. Unsere zweite Pause legen wir nach vierzehn Kilometern in La Portela ein. Es ist gerade 9:15 Uhr, als wir in der Rock’n’Roll Pizza ein richtiges Frühstück einnehmen wollen. Direkt am Eingang sitzen drei französische Seniorinnen, die wir erstmals in der Herberge in Astorga getroffen haben. Ich grüße sie freundlich auf Französisch und werde gleich in der selben Sprache gebeten, unsere Rucksäcke aufgrund der beengten Räumlichkeiten draußen abzustellen. So schnell wechselt man also die Staatsangehörigkeit. Die Chefin bemerkt aber schnell unsere eigentliche Herkunft und spricht Deutsch mit uns. Jörg ordert ein Stück Pizza und ich einen Toast, bestehend aus selbstgebackenem Brot, Butter und Marmelade. Für uns beide ist das ein starker Kontrast zu Tortilla oder Boccadillo.


Neben uns sitzt Volker aus Köln, mit dem wir uns etwas unterhalten. Draußen läuft gerade eine Schulklasse vorbei, dass werden wir in den nächsten Tagen wohl öfter zu Gesicht bekommen. Kurz darauf kommen zwei Schüler und ein Lehrer mit einem Stapel Pilgerausweisen herein, die jetzt alle gestempelt werden sollen. Für uns wird es jetzt jedenfalls Zeit, weiterzukommen - neben uns der Rio Valcarce, unter uns die Straße, vor uns hinter uns vereinzelt ein paar Pilger. Noch lässt sich der moderate Anstieg ertragen und ist kaum spürbar. Dennoch legen wir in Las Herrerías eine weitere Rast ein, bevor wir vor der Herausforderung des Tages stehen. Während wir vor unserem Getränk sitzen, werden vier Pferde aus dem Stall gebracht, die die gleiche Anzahl Pilgerinnen und Pilger zum Etappenziel bringen sollen. Es ist ein Schauspiel, wie die Pferde bestiegen werden. Nachdem sie von dannen gezogen sind, wird es auch für uns Zeit, aufzubrechen, denn der Wind bringt Kälte zu uns. Deshalb laufe ich auch weiter bis zum Ende mit meinem wärmenden Pulli.


Jörg und ich hatten uns schon im Vorfeld Gedanken über den folgenden Aufstieg gemacht. Auf fünf Kilometern überwinden wir einen Höhenunterschied von fast 600 Metern. Wir haben uns bereits gestern dafür entschieden, nicht den Weg für Fusspilger zu wählen, sondern den für die Fahrradfahrer. Auf der Straße hat man einen sichereren Tritt und muss nicht dauern konzentriert auf den Boden schauen. Die Strecke ist zwar etwas länger, damit können wir aber sehr gut leben. Um 13:30 Uhr erreichen wir die Herberge in La Laguna und bekommen beim CheckIn ein Angebot für ein Upgrade für ein Zimmer für uns gemacht - natürlich gegen Aufpreis. Da hat jemand Geschäftssinn. Trotzdem belohnen wir uns für den heutigen Tag und sind froh über unsere Entscheidung. Die Unterkunft ist gut, unser Zimmer großzügig und wir treffen auch Pieter und Volker wieder.


Mit Volker sitzen wir nach dem Duschen und Wäscheaufhängen zusammen und erleben eine dieser Camino-Geschichte. Er hat vor ein paar Tagen eine besondere Trinkflasche vergessen und wollte zurückgehen, sie zu holen. Dabei begegnete er einem anderen Pilger, der die Flasche mitgenommen hatte. Und dieser Pilger, Guy aus New Orleans, saß nun vor unserer heutigen Herberge. Volker spendiert ihm ein Bier und bittet ihn an unseren Tisch. Es folgt eine tolle Unterhaltung mit dem 71-jährigen. Dann kommen Elke und Matthias aus dem Schwarzwald den Berg und nehmen Guy mit nach O Cebreiro. 


Heute ist uns schon ein Geistlicher aufgefallen, der in seinem grauen Habit und Rucksack unterwegs ist. Beim Wäscheaufhängen beobachten wir, wie er mit einer Amerikanerin einen Gottesdienst zelebriert. Er sitzt uns gegenüber allein an einem Tisch. Ich frage ihn, ob er sich zu uns setzen möchte. Das macht er dann auch nach seiner Mahlzeit. Bruder Joseph stammt aus den USA, lebt aber in Irland und ist Franziskaner. Auch mit ihm tauschen wir uns aus und erfahren einiges aus seinem ersten Leben. Nachdem er sich zurückzieht, wird unser Pilgermenü serviert, Caldo Gallego und Hühnchen mit Reis. Später erfahren wir, dass wir morgen wieder Marion und Uwe treffen werden. Das gemeinsame Abendessen ist damit gesichert und es gibt bestimmt einiges zu erzählen.













Montag, 8. Juni 2026

Ich sehe Schirme…

08.06.2026: Ponferrada - Villafranca del Bierzo (25,1 km)


Der heutige Tag sollte nach der anstrengenden Tour von gestern etwas entspannter werden, zumindest, was das Streckenprofil angeht. In unserem Zimmer herrscht zur von gewünschten Zeit um 5:00 Uhr Aufbruchstimmung. Wir hatten zwei Pilger bei uns, die mit einer Schlafmaske im Bett lagen. Beide ließen dennoch gewaltige Schnarchgeräusche von sich. Kein Wunder, dass mein Schlafindex nur ausreichend lautete. Jörg macht sich aus den restlichen Haferflocken und dem Joghurtdrink von gestern Abend ein erstes Frühstück und wir unterhalten uns noch ein wenig mit einem Pilger aus Köln, den wir schon öfter gesehen haben. Um Punkt 6:00 Uhr wird das eiserne Rollo vor der Eingangstüre hochgezogen und wir können in den Tag starten.


Wie immer in einer größeren Stadt (Ponferrada inklusive der umliegenden Dörfer und Weiler zählt rund 65.000 Einwohner) dauert es etwas, bis wir dort raus sind. Wir laufen auf einer flachen Straße, um uns herum sind kleine Pilgergruppen und ein paar Einzelpersonen ebenso unterwegs. In Fuentes Nuevas legen wir nach circa 8 Kilometern eine erste Pause ein. Es ist 7:35 Uhr und genau die richtige Zeit für ein Frühstück. Der weitere Weg führt uns danach überwiegend auf Wald- und Feldwegen durch die immer mehr werdenden Weinberge. Es tut gut, endlich einmal von der Nähe der Straßen weg zu kommen und nur durch die Natur zu wandern.


Eine weitere Unterbrechung legen wir gegen 10:00 Uhr in Cacabelos ein. Da unsere Unterkunft in Villafranco del Bierzo uns erst ab 14 Uhr empfangen will, bleiben wir hier eine ganze Stunde. Am Nebentisch sitzt unter anderem DJ Yann, der es heute schafft, uns seinen eigenen Pilgerstempel aufzudrücken. Er läuft den Camino mit Zehensocken und „Badelatschen“ mit ordentlicher Dämpfung. Das scheint auch zu funktionieren.


Der bisherige Abschnitt heute war easy going, doch nun geht es beständig leicht aufwärts. Hinter Pieros verlassen wir uns blind auf die gelben Pfeile, anstatt an der Straße zu bleiben. Die Buen Camino-App hat dazu extra einen Hinweis im Angebot. Die Alternative durch die Weinberge kostet uns einen zusätzlichen Kilometer, aber ist attraktiver als entlang der Straße. Letztendlich laufen wir an der Iglesia Santiago aus dem 12. Jahrhundert nach Villafranca del Bierzo ein. Durch eine sehr schmale Gasse, durch die sich neben Pilgern auch noch Autos zwängen, ist am deren Ende freier Blick auf Sonnenschirme mit Werbung für Estrella Galicia. Immer wenn wir solche Schirme sehen, kommt automatisch die Begierde auf eine Erfrischung auf. Auf der Plaza Mayor finden wir kurz nach 13:00 Uhr ein Plätzchen zum Verweilen ein. Fast alle Plätze sind belegt- es sind überwiegend Menschen, denen wir schon begegnet sind. Nach einem Pilgergedeck (Bier und Cola) ziehen wir von dannen, um unser Zimmer zu beziehen. Beim Check In fällt auf, dass ich zwar ein Zimmer mit zwei Betten gebucht hatte, aber wohl nur für eine Person. Das lösen wir aber durch die Nachzahlung in Höhe von acht Euro. 


Heute Nacht haben wir wieder einmal vier Wände für uns, keine anderen Pilger. Das ist vor allem für den morgigen Tag wichtig, da wir früh losziehen wollen. Es erwartet uns der anstrengendste Aufstieg auf dem gesamten Camino. Auf das Waschen verzichten wir heute, nur unsere Socken und Unterwäsche landet im Waschbecken. Schon nach kurzer Zeit schwimmen die Socken in einer braunen Brühe. Sie haben unterwegs trotz Verbot wieder Staub und Sand bis zum Abwinken eingesammelt. Auch ein zweites und drittes Waschwasser sieht nicht großartig anders aus. Erst beim Ausspülen mit klarem Wasser ist kaum noch etwas von Schmutz in den Socken gefangen. 













Sonntag, 7. Juni 2026

Man muss nicht immer die erste Bar wählen

07.06.2026 Rabanal del Camino - Ponferrada (32,7 km)


Unsere Zimmernachbarn habe sich bereits früh aus dem Staub gemacht. Da wir heute etwas länger an der Matratze horchen dürfen, nutzen wir das auch aus und stehen erst gegen 6:00 Uhr auf. Eine Stunde später holt uns pünktlich Felix mit seinem Taxi ab und fährt uns zum Cruz de Fierro. Inzwischen ist auch die Sonne hinter uns aufgegangen und es sind schon etliche Pilger an dem magischen Platz eingetroffen. Kurz darauf ist mein Rucksack etwas leichter geworden, denn der Stein vom Alto de Perdón hat seinen Bestimmungsort erreicht. Noch ein paar Erinnerungsfotos und los geht es.


Eigentlich sollte das Cruz de Fierro mit 1504 Metern der höchste Punkt auf dem Camino Frances sein, doch in der Folge geht es ständig auf und ab. Irgendwann wird auf der Uhr 1511 Meter angezeigt. Wir vermeiden wiederum den Pilgerstreifen und nutzen die Straße, auf der so gut wie keine Autos fahren. Neben uns registrieren wir eine Heidelandschaft mit Eichen, die uns fast den ganzen Tag begleiten wird. Auf dem ersten Ortsschild ist Manjarín zu lesen. Hier hatte Tomás, „der letzte Tempelritter“ sein Refugio. Nicht besonders komfortabel, aber liebevoll und kultig. Leider ist das Anwesen jetzt verlassen, Tomás ist im Januar diesen Jahres verstorben. Gerne hätte ich diese Camino-Legende getroffen.


Nicht immer ist es sinnvoll, der Straße zu folgen, vor allem dann nicht, wenn sie zusätzliche Strecke machen würde. Dann bleibt uns nichts anderes übrig, als den Pilgerpfad zu nutzen. Nachteil: der Weg ist uneben, mit Schotter übersät und manchmal auch mit felsigem Untergrund versehen. Das verlangt Konzentration und Aufmerksamkeit. Wir sind froh, gegen 9:30 Uhr in El Acebo de San Miguel anzukommen. Dort soll es ein Frühstück geben. In der ersten Bar ist das Angebot nicht nach unserem Geschmack, also wechseln wir auf die andere Straßenseite. Hier werden wir gut bedient. Während wir im Innenraum sitzen, laufen in heimischer Tracht Männer und Frauen mit Musik durch den Ort. Heute ist ein Festtag und es wird an die Passanten Kuchen und Wein verteilt. 


Es ist uns in den letzten Wochen tatsächlich aufgefallen, dass man für eine Pause nicht direkt die erste Bar ansteuern sollte. Damit haben wir bisher keine guten Erfahrungen gemacht. In der Regel war die zweite Wahl immer besser. 


Jetzt haben allerdings noch ein paar hundert Höhenmeter Abstieg vor uns, in der Summe werden es rund 1000. Abwechslung von der schwierigen Strecke verschaffen uns die schönen Bergdörfer wie Acebo, Riego de Ambrós und am Ende Molisaneca. In allen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. In letzterem legen wir eine weitere Pause ein, bevor es auf einer etwas kürzeren Alternativroute an der Straße entlang nach Ponferrada geht. Unsere Herberge erreichen wir heute um 13:50 Uhr und bekommen unsere Betten in einer 7-Mann-Stube zugewiesen. Wir sind heute aufgrund des langen und holprigen Abstieges erschöpft und froh, angekommen zu sein. Das Nachmittagsprogramm ist einfach beschrieben: etwas trinken, etwas essen und die Templerburg von Ponferrada ansehen. Danach geht es ab ins Bett und fit werden für morgen. Ach ja, die Blase an meinem kleinen Zeh hat wohl das ständige Abwärtsgehen viel Druck von vorne bekommen und ist dadurch ein wenig zur Seite gewandert. Aber auch damit kann ich noch wandern. Mal sehen, ob morgen Nachmittag doch noch eine Operation fällig wird. Und noch etwas: im Zimmer ist auch Manuel aus Spanien. Seine Tochter wohnt in Trier. Zum Abschluss der dritten Woche eine Zahl: Wir haben jetzt genau 500 Kilometer hinter uns.