Sonntag, 17. Mai 2026

Und jährlich grüßt das Murmeltier

Koblenz - Frankfurt

Heute ist der Tag der Vorbereitung gekommen. Susanne verabschiedet sich am Morgen von mir, sie macht eine Woche Urlaub mit ihrer Mutter. Meine Ausrüstung hatte ich in den vergangenen Tagen bereitgelegt. Am Mittag wird alles ordentlich im Rucksack verstaut. Die Kofferwaage zeigt ein Gewicht von genau 9 Kilogramm an. Das passt. Im Vergleich zu den letzten Jahren habe ich aufgrund der um drei Wochen längeren Dauer etwas mehr eingepackt.


Nun heißt es warten, bis ich mit meiner schon im Februar gebuchten Zugverbindung zum Frankfurter Flughafen fahre. Schon vor ein paar Tagen machte mich die DB darauf aufmerksam, dass die ursprüngliche Fahrtroute direkt zum Fernbahnhof so nicht stattfinden würde und hob die Zugbindung für mein Ticket auf. Ersatzweise geht es erst zum Frankfurter Hauptbahnhof und dann von dort zum Flughafen. DACHTE ICH BIS KURZ VOR 18:00 UHR. Wie schon im vergangenen September für die Anreise zum Camino Portugues fällt der Zug um 00:49 Uhr aus. Eine Benachrichtigung dazu gibt es bisher natürlich nicht. Vielen Dank Deutsche Bahn, ich bin total begeistert. Jetzt heißt es eine Ersatzverbindung zur Ersatzverbindung zu finden, denn der Flieger wartet nicht. Ergebnis: ich muss jetzt um 21:59 Uhr - knapp drei Stunden früher als vorgesehen - in Koblenz in einen Zug einsteigen, damit ich den größten deutschen Flughafen über den Umweg Frankfurt Hauptbahnhof erreichen kann. 


Ich verlasse also die Wohnung um viertel nach neun und marschiere mit dem Rucksack auf dem Rücken die zwei Kilometer zum Koblenzer Hauptbahnhof. Auch dieser IC2242 hat Verspätung - es sind 16 Minuten - und das Bordbistro ist zudem noch geschlossen. Die DB teilt mir jetzt mit, dass die Fahrt nicht durchführbar sei. Klar, vier Minuten Umsteigzeit für die S-Bahn funktioniert nicht. Die fährt aber zum Glück alle halbe Stunde. Zu guter Letzt wird auch noch das Abfahrtsgleis geändert. Dafür steige ich jetzt in einen als IC „getarnten“ ICE ein und lehne mich entspannt zurück bis Frankfurt. 


Inzwischen wurde auch dort das Gleis geändert - anstatt auf 1 fahren wir auf 23 ein. Das wiederum kommt mir entgegen, da die S8 zum Flughafen ab Gleis 21 abfährt. Die fünf Minuten Umsteigzeit - aus denen sogar zehn wurden - sollten bei der verkürzten Entfernung zwischen den Bahnsteigen ausreichend sein. Bequem wechsel ich den Bahnsteig und warte dort auf die S-Bahn, sodass ich sogar heute noch den Regionalbahnhof am Frankfurter Flughafen erreichen werde. Bei einer Fahrscheinkontrolle fällt auf, dass mein Ticket eigentlich erst morgen gültig ist. Zum Glück glaubt man meiner Erläuterung zu den Umständen.


Am Flughafen muss ich nach der Fahrt mit einer sehr steilen Rolltreppe feststellen, dass die SkyLine zum Terminal 2 außer Betrieb ist. Also wieder zurück und den Shuttlebus gesichert. Um 00:30 Uhr erreiche ich endlich das Terminal 2. Na ja, Teil 1 der Anreise zum Camino Frances ist damit erledigt.




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